Gebäudeversicherung Kosten – Richtwerte & Beispiele
Die Wohngebäudeversicherung schützt Vermieter vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Doch wie hoch sind die Kosten? Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag? Hier findest Du typische Richtwerte und Beispiele – verständlich erklärt.
1. Was deckt die Gebäudeversicherung ab?
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude gegen:
- Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
- Leitungswasser (Rohrbrüche, Nässeschäden)
- Sturm & Hagel
- Elementarschäden (optional: Überschwemmung, Starkregen, Erdbeben)
Die Kosten dürfen vollständig auf Mieter umgelegt werden (§ 2 BetrKV Nr. 13).
2. Typische Kosten einer Gebäudeversicherung
Die Kosten hängen stark von Lage, Baujahr und Ausstattung ab. Typische Richtwerte für Mehrfamilienhäuser:
- Kleine Wohnung (40–60 m²): 8–15 € / Monat
- Mittelgroße Wohnung (60–90 m²): 12–25 € / Monat
- Große Wohnung (90–120 m²): 20–35 € / Monat
Die Werte variieren je nach Region und Versicherer.
3. Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind:
- Baujahr und Zustand des Gebäudes
- Wohnfläche und Anzahl der Einheiten
- Regionale Risiken (z. B. Sturmzonen)
- Versicherungssumme (Wiederaufbauwert)
- Elementarschadenversicherung (optional)
- Selbstbeteiligung
Besonders stark wirken sich Elementarschäden auf den Beitrag aus.
4. Beispielrechnung
Beispiel: Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten, 450 m² Wohnfläche.
- Jahresbeitrag Gebäudeversicherung: 1.800 €
- Umlagefähige Kosten pro m²: 4,00 € / m² / Jahr
- Typische Kosten pro Wohnung: 12–25 € / Monat
5. Ist die Gebäudeversicherung umlagefähig?
Ja. Die Gebäudeversicherung gehört zu den umlagefähigen Nebenkosten gemäß § 2 BetrKV Nr. 13.
Voraussetzung ist, dass die Umlage im Mietvertrag vereinbart wurde.
Mehr dazu auf unserer Seite Umlagefähige Nebenkosten.
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